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Urlaube genießt sie ausgiebig. Endlich haben Herrchen und Frauchen viel Zeit und die Spaziergänge sind auch viel länger bzw. abwechslungsreicher als im Alltag. An der Nordseeküste muss Anna allerdings immer an der Schleppleine laufen. Sie hat keine Angst vor hohen Wellen und schwimmt sehr weit ins Meer hinaus.
Wieder in der Ferienwohnung angekommen, fällt sie dann sofort in Tiefschlaf.
Was gibt es Schöneres als mit der Familie einen Mittagsschlaf zu halten? Als Blacky über die Regenbogenbrücke gegangen ist, war Anna anwesend. Wir mussten sie an einem schweren Tisch anbinden, denn sie wollte den Tierarzt daran hindern Blacky zu erlösen und hat laut protestiert. Wenn wir es nicht selbst erlebt hätten, würden wir auch nicht glauben, dass Hunde eine Auffassungsgabe besitzen, die über sehen, hören und riechen hinaus geht. Anna wusste als erste, dass unsere schwarze Perle Blacky das Hier und Jetzt verlassen hat. Während sie ihren Protest beendete, suchte der Tierarzt nach Herztönen. Zum Abschied hat sie ein letztes Mal an ihm geschnüffelt und ist dann vermeintlich in den Alltagstrott übergegangen. Doch seit Blacky nicht mehr unter uns weilt, verweigert Anna bestimmte Futterbestandteile. Dieses Erlebnis hat Anna verändert. Wir meinen das nicht im negativen Sinne! Aus unserer aufgedrehten Maus ist ein erwachsener Hund geworden, die sich stärker an das Frauchen gebunden hat, vor einer Handlung abschätzt, ob es sich lohnt und kann endlich ohne Protest ganz allein (also auch kein weiterer Hund) Zuhause bleiben.
Als wenige Tage später Zookie einzog, war Anna wie ausgewechselt. Sie alberte mit dem Borderbaby herum, hat Zookie so lange verschiedene Spielsachen auf den Kopf geworfen, bis das kleine Dingens kapiert hat, dass der Goldie-Riese spielen möchte. Border sind halt manchmal “blonder” als Goldies. A Durch ihren gefestigten Charakter lässt Anna sich auch nichts anmerken, wenn der Border mal wieder versucht das ältere Goldiemädchen zu hüten. Nur eins gönnen sich die Hündinnen gar nicht... das Futter. Die Näpfe stehen mit grossem Abstand auseinander. Die Mädels sieht man nur einzeln, wenn Frauchen sie getrennt Gassi führt. Da Anna ihr grosses Bedürfnis nach körperlicher Nähe mit Blacky nicht in dem Maß ausleben konnte, wie sie es gewollt hätte, holt sie dies mit Zookie nach. Die Hündinnen sind ein eingeschworenes Team, egal ob wach oder schlafend. Wird ein fremder Hund zu aufdringlich, beschützt Anna die Kleine, aber auch umgekehrt haben wir es schon erlebt. Anna wäre ein guter Behindertenbegleithund geworden, wenn wir sie nicht ergattert hätten. Während der Zeit, als Frauchen wegen einem Bänderriss an Krücken gelaufen ist, hat sie alle Gegenstände aufgehoben, die herunter gefallen sind. Sogar die prall gefüllte Tasche mit Leckerlis hat sie gebracht ohne sich selbst daran zu bedienen. |
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Oktober 2010 Am 10.10.2010 waren alle durch den Wind. Es war Kürbismarkt in Groß-Zimmern und die Hundeschule MysteryDog wurde gebeten eine Vorführung zu machen. Was für eine Aufregung! Erst trafen sich alle Hauptakteure bei uns daheim und dann haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht. Anna musste an der Schleppleine bleiben, denn sonst hätte sie wie jeden Tag ausgesehen:
Mit der frisch aufgelegten “Anti-Falten-Maske” kann man doch wirklich nicht auf den Kürbismarkt gehen! Da geht ja die entschlackende und entspannende Wirkung verloren !!!! Bei der Eventfläche angekommen haben wir hektisch vor Nervosität alle Utensilien vorbereitet. Die Boxen der Musikanlage mussten auch noch umgestellt werden, sonst hätten wir die Musik “Man! Feels like a Woman” von Shania Twain gar nicht gehört.
Während Beagle-Mix Anny und die schwarze Labbidame Amy dann gezeigt haben was sie in 5 Wochen Rallye Obedience gelernt haben, flirtete Anna ungeduldig mit dem Publikum. Als die beiden Mädels dann fertig waren, durfte Anna loslegen. Zu dem Countrylied von Shania Twain habe ich mir natürlich einen Cowboyhut aufgesetzt und bin stolz neben Anna gelaufen. Zwischendrin waren wir beide etwas irritiert, weil das Goldiemädchen hin und her gerissen war. Sie hat überlegt, ob sie nicht mal die Leute begrüßen soll, die am Rand stehen. Aber als ich rückwärts weg gelaufen bin und das Fußlaufen in frontaler Position dran war, da konnte Anna nicht widerstehen weiter zu tanzen.... das macht sie dann doch zu gerne. Mit Charme hat Anna auch die letzten Zweifler überzeugt. Manche Leute hatten extra eine Kamera mitgebracht und ganz vergessen Fotos zu schießen. Am meisten hat das Publikum beeindruckt, dass Anna rückwärts eine Person umrunden kann. Das macht ihr so viel Spaß, dass sie nicht nur rückwärts im Kreis drum herum läuft, sondern auch noch freudige Hüpfer mit einbaut. Auch beim “Rückwärts einparken” hat sie perfekt gearbeitet und es ging ein kleines Raunen durch die Zuschauer. Als Anna dann kurz “Criss-Cross”, also die Pfoten überkreuzen, zeigte, haben wir ein “Oh, wie süß” gehört. Ich war mir nicht sicher, ob Anna beim Dogdance gut mitarbeitet, weil der letzte Auftritt im Jahr davor richtig schief gelaufen ist. Aber in diesem Jahr hat Anna gezeigt, dass sie es doch drauf hat und vor Begeisterung habe ich den Cowboyhut weg geworfen. Das hat unser Schätzchen dann als Aufforderung zum Bringspiel verstanden und den Hut mit wild wedelnder Rute zurück getragen. Aber nun ein paar Eindrücke von unserem Auftritt. Ein großes Dankeschön an Gerdi Heimberger |
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Verbeugung / Diener |
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Juni 2011 |
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Auch das exzessive Buddeln nach Mäusen ist von heute auf morgen wie weg geblasen. Statt dessen startet unser Wolf im Schafspelz im Galopp auf eine leere Wiese und will von uns sofort zurück gerufen werden. Das Spiel machen wir drei bis vier Mal und dann veräppeln wir Anna. Wir schauen ihr mit Gelassenheit hinterher während sie weg rennt und irgendwann dreht Anna den Kopf um sich zu versichern, dass wir noch auf dem Weg stehen. Nach weiteren 10 Metern bleibt das Mädel einfach stehen und schaut uns verständnislos an. Anna kommt von alleine zurück getrottet und schaut uns mit einem vorwurfsvollen Blick an. Es ist schon amüsant, welche Reaktion beim Hund ausgelöst wird, wenn der Besitzer nicht nach “Schema F” handelt. Das Longieren macht Anna so viel Spaß, dass sie diesen Termin fest in den Wochenablauf einplant. Fällt mal eine Teilnahme aus, ist sie ganz “wuschig” und versteht die Welt nicht mehr. |
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