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Viel zu früh musstest Du von uns gehen
Blacky, die schwarze Perle mit Fehler
Blacky stammte aus dem Tierheim Darmstadt und war ein Golden Retriever-Neufundländer- Mix. Er war ein Traumhund mit bernsteinfarbenen Augen, allerdings mit zwei Gesichtern
Alle Familienmitglieder und Freunde liebten ihn für seine unaufdringliche und ruhige Art. Jeder Mensch war für ihn ein Hit, mit dem er gerne kuschelte. Niemand glaubte, dass er auch eine “dunkle” Seite hatte, wenn er sie nicht gesehen hat.
Zeit seines Lebens war er mit fremden Hunden unverträglich und gebährdete sich anfangs wie ein Monster, wenn uns ein Hund begegnete. Durch kontinuierliches Training wurde seine Aggression kontrollierbar und er fand sogar ein paar Kumpelinen, mit denen wir am Wochenende zusammen Ausflüge unternahmen.
Immer wieder stelle Blacky mich auf die Probe. Es gab gerade am Anfang viele Momente, in denen ich frustriert und verzweifelt war. Anfeindungen von anderen Hundebesitzern waren zwar auf der Tagesordnung, doch die ließen mich immer kalt. Mein Herzblut steckte ich in Blackys Ausbildung und es hat sich wirklich gelohnt.
Im Jahr 2005 war Blacky “perfekt”. Wir sind zu einem Team geworden, das sich fast blind versteht. Ich konnte ihn sogar ohne Leine und ohne Maulkorb an anderen Vierbeinern vorbei führen. Da wussten wir, der Moment war gekommen einen Schritt weiter zu gehen. Deshalb zog Blackys “Liebe des Lebens” bei uns ein.
Blacky hat die Golden Retrieverin Anna sofort in sein Herz geschlossen. Obwohl sie ihn oft nervte, ihm gegenüber aufdringlich und eifersüchtig war, hat er ihr alle Fehler verziehen. Sogar den höheren Rang im Rudel hat er ihr kampflos überlassen.
Ganz schlimm war für Blacky, wenn ich für mehrere Tage zu Seminaren weg gefahren bin und er musste Zuhause bleiben. Vor Sehnsucht war er ganz krank ... er wurde wirklich krank. Ihm wäre es lieber gewesen den ganzen Tag im Auto auf mich zu warten.
Mein schwarzer Riese hat mich manchmal in der Hundeschule begleitet. Vor allem wenn ein Kundenhund lernen sollte nicht auf Provokationen zu reagieren. Blacky hatte nämlich gelernt, dass er auf Kommando “pöbeln” darf. Ein paar Mal hat das überhaupt nicht funktioniert.
Völlig versagt hat er, als Blacky einer Gruppe Hundebesitzer mit ihren auf Rüden aggressiven Hundemännern mal richtig zeigen sollte, wie man sich als Monster gebährdet. Und was ist passiert? NICHTS. Keiner der Hunde hat einen Mucks von sich gegeben, noch nicht mal Blacky.
Hatte er jemanden in sein Herz geschlossen, dann liebte er bedingungslos.
Seine Lieblingsbeschäftigungen waren gekämmt werden, Apportieren, eng aneinander mit Frauchen auf dem Boden schlafen und Dogtricks lernen.
Leider war Blacky immer unser Sorgenhund. Trotz vieler Erkrankungen war er hart im Nehmen und hat nie gejammert oder sich hängen lassen. Blacky war ein Kämpfer und hat sich nicht unterkriegen lassen. Doch Cauda Equina, Spondylarthrose und daraus folgende Erkrankungen erschwerten sein Leben. Die Summe seiner Krankheiten zwang uns letztendlich in die Knie. Leider hat seine letzte Behandlung nicht angeschlagen. An Regen- oder Nebeltagen ging es ihm besonders schlecht und er hatte keinen Lebensmut mehr. So entschieden wir ihn gehen zu lassen.
Danke, dass Du uns die Füße gewärmt hast, wenn wir froren. Danke, dass Du Dich zu uns gelegt hast, wenn wir traurig waren. Danke, dass Du uns unsere Fehler aufgezeigt und auch verziehen hast. Danke für das freudige Wedeln wenn wir nach Hause kamen. Danke, dass Du trotz Deiner Wehwehchen und Krankheiten ein schelmisches Funkeln in Deinen Augen hattest. Danke für Deine grenzenlose Liebe Danke Blacky, dass Du für uns da warst.
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