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Per Email erfuhren wir von der dreibeinigen Tripod, die schon seit 6!!!! Jahren auf ein neues Zuhause wartet.

Tripod

Tripod 15

 

Tripod, ein tierischer Notfall aus dem Rüsselsheimer Tierheim, sucht ganz dringend wahre Tierfreunde mit großem Herz, die sie aus ihrer traurigen Situation befreien.

Seit dem Himmelfahrtstag 2004 wohnt Tripod jetzt schon im Tierheim Rüsselsheim. Ursprünglich kam sie aus der Türkei, in der sie sich als Straßenhund durchs Leben schlagen musste. Das hat auch so leidlich gut geklappt bis der Tag „X“ kam.

An diesem Tag wurde sie von einem Auto angefahren und einfach schwerverletzt am Straßenrand liegen gelassen. Glücklicherweise retteten engagierte Tierschützer sie aus dem Verkehrsgetümmel heraus und brachten sie zum Tierarzt. Leider waren die erlittenen Verletzungen so schwer, dass Tripods linkes Vorderbein amputiert werden musste. Seitdem hüpft sie dreibeinig durchs Leben und kommt damit bestens zurecht. Diesem Tatbestand verdankt sie auch ihren Namen.

Tripod bezog ein grosses Tierheimgehege zusammen mit dem gutmütigen Golden Retriever Rüden Moritz. Die beiden entwickelten sich zu einem richtigen Dreamteam und lebten über sechs Jahre fast wie ein Ehepaar zusammen. Leider verschlechterte sich Moritz’ Gesundheitszustand sehr und so ist er über die Regenbogenbrücke gegangen.

Jetzt sitzt Tripod alleine in ihrem Tierheimgehege und wartet sehnlichst darauf nach sechs (!) Jahren endlich in ein eigenes Zuhause umziehen zu können.

Tripod ist eine lebenslustige Mischlingshündin. Ihre Ausführerin, die sie seit über sechs Jahren betreut und selbst Rollstuhlfahrerin ist, sagt immer, dass sie eine kleine charakterstarke und resolute Hundepersönlichkeit sei. Die Anrede „Majestät“ würde die Situation ziemlich genau treffen und Tripod gut gefallen.

Wie müsste Tripods neues Zuhause aussehen?

Aufgrund ihrer Dreibeinigkeit ist sie logischerweise keine Sportskanone und könnte gut damit leben, wenn ihre neuen Menschen auch eher zu der gemütlichen Sorte gehören (vielleicht ein älteres Paar oder eine ältere Einzelperson).

Eine halbe Stunde Gassi gehen am Tag würde Tripod ausreichen.

Durch die einseitige Belastung ihrer Knochen ist im Laufe der Jahre eine Arthrose entstanden. Aber dieses Wehwehchen lässt sich recht gut mit Tabletten bewältigen, zumal diese Tabletten auch immer so lecker in Wurst gewickelt werden! 

Tripod muss und kann keine kilometerlangen Spaziergänge durch Wald und Wiesen machen. Ihr genügen kurze Gassirunden, bei denen sie erschnüffeln kann, was es Neues in der Hundewelt gibt. Diese Spaziergänge unterbricht sie dann gelegentlich, um sich wieder etwas zu erholen während sie ausgiebig geschmust und gestreichelt wird.

Apropos Streicheln: Leute, die Tripod kennt, können sie problemlos anfassen und streicheln. Wenn es ihr zu viel wird, sagt sie schon Bescheid. Bei fremden Personen schätzt sie solche „Streichelattacken“ nicht so sehr. Diese Personen sollen sich erst mal durch ein paar Leckerlispenden um ihre Gunst bemühen. Wie gesagt, der Begriff „Majestät“ kommt nicht von ungefähr. Wenn man aber ein bisschen Geduld mit ihr hat und Tripod etwas Zeit lässt, ist die im Februar 2002 geborene und bereits kastrierte Hündin die Schmusebacke schlechthin.

Auf Kinder in ihrem neuen Zuhause würde sie ganz gerne verzichten.

Für Katzen und Kleintiere gilt das ebenso, obwohl sie diese, wie bereits erwähnt „zum Fressen gern“ hat.

Gegen einen bereits vorhandenen Hundekumpel hätte Tripod nichts einzuwenden. Allerdings müsste das so ein geduldiger und lieber Kerl wie ihr alter Kumpel Moritz sein, der anerkennt, wer hier das Sagen hat.

Ihr neues Zuhause dürfte natürlich nicht über allzu viele Treppen und Stufen verfügen. Ein eigener Garten wäre fast ein Muss. Dort würde sie sich dann einen passenden Liegeplatz suchen, von dem aus sie ihr Reich immer im Blick haben könnte und auch sonst so genauestens mitkriegt, was um sie herum so passiert. Ganz so, wie das Majestäten so zu tun pflegen. Sie hat keine Probleme damit, ihre neuen Menschen im Auto zu begleiten.

Tripods größtes Hobby lässt sich kaum verheimlichen: Fressen! Man könnte das damit entschuldigen, dass das aus ihrer Zeit als Straßenhund resultiert. Das Dumme ist nur, dass sie doch ein bisschen auf ihre Figur achten muss, um ihre Knochen nicht noch mehr unnötig zu belasten. Da ihr das unheimlich schwer fällt und eigentlich nie gelingt, wäre das dann Aufgabe der neuen Besitzer.

Wenn Sie auch nicht so bewegungsfreudig wären, könnten Sie doch ein wahres Dream-Team mit Tripod werden.

Welcher Tierfreund mit einem großen Herz und etwas Geduld für eine traurige Hündin kann und möchte Tripod ihren größten Traum erfüllen: Ein eigenes Zuhause!

 

Wenn Sie mehr über Tripod erfahren möchten, können Sie sich gerne an ihre langjährige Ausführerin wenden (06105 / 1402). Das Tierheim können Sie jederzeit unter 0170 / 58 53 885 erreichen. 

 

 

Tierheim Rüsselsheim

Stockstraße 60

Tel.: 06142 / 3 12 12

Öffnungszeiten: Mo & Do: Ruhetag

Di, Mi, Fr: 15 - 17 Uhr,

Sa 11 - 17 Uhr und So 11 - 13 Uhr

(an Feiertagen ist das Tierheim geschlossen)

www.tierheim-ruesselsheim.de

Spendenkonto: Kreissparkasse Groß-Gerau

Kto.Nr.: 102 32 41

BLZ: 508 525 53

27.06.2010

Bei den Paralympixx wurde Tripod mit ihrem Schicksal vorgestellt. Ihre engagierte Gassigeherin (sie ist Rollstuhlfahrerin) brachte sie von Rüsselsheim nach Offenthal und konnte das Glück kaum fassen.
Tripod Paralympixx
Uschi Weber (rechts im Bild), die ein Hundehospiz aus eigenen Mitteln betreibt, stellt sich als Pflegestelle zur Verfügung. Darüber hinaus hat sich eine Familie als Sponsor gefunden, die alle Behandlungen von Tripod finanziell trägt.

Natürlich möchte Tripod weiterhin eine eigene Familie, doch ist es ein großer Fortschritt, dass sie nun in ihrer Pflegestelle gezieltere Aufmerksamkeit und Förderung bekommt.